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Top 5 Fehler vermeiden

Cloud-Migration richtig planen

Immer mehr Unternehmen wollen bestehende Systeme in die Cloud bringen. Zurecht, denn die Befreiung vom verstaubten Serverraum lockt mit steigender Effektivität und sinkenden Kosten. Ein Blick auf aktuelle Studien zeigt jedoch ein Problem.

Cloud-Migration: gut gedacht, schlecht gemacht:

Es ist ein Muster: Unternehmen starten mit klarer Motivation, und stehen nach einigen Monaten vor denselben Problemen: 

  • Budgets werden überschritten 
  • Anwendungen laufen instabil
  • Teams sind unsicher, wer wofür verantwortlich ist

Woran liegt das? Anders als in unserem letzten Beitrag zur Migration von Legacy-Anwendungen soll es in diesem Blogpost um die häufigsten Fehler beim Upload in die Cloud gehen.

Hier sind die Top 5 Fehler – und wie Unternehmen sie vermeiden können.

1. Der Plan fehlt

Häufig lautet das Vorhaben schlicht „Wir migrieren in die Cloud“ – ohne ein klares Bild davon, welches konkrete Ergebnis erreicht werden soll. Ohne definierte Ziele ist es schwer, Erfolg zu messen und Entscheidungen entlang des Projekts zu priorisieren. Das führt schnell zu Mehrkosten und Frustration. Es gilt: Cloud ist kein Ziel, sondern ein Werkzeug. 

  

Sinnvolle und messbare Ziele können beispielsweise sein: 

  • schnellere Bereitstellung neuer Funktionen 

  • höhere Verfügbarkeit und Stabilität 

  • Reduzierung von Betriebsaufwänden und -kosten 

  • höhere Flexibilität bei Lastspitzen 

 

Eine gut geplante Cloud-Migration kann Betriebskosten deutlich senken und zugleich die Time-to-Market verkürzen. Voraussetzung ist jedoch, dass diese Ziele von Anfang an klar definiert und im Projekt fortlaufend überprüft werden. 

2. Altsysteme werden nicht ausreichend analysiert 

Planungsdokumente sind geduldig – gewachsene Systeme meist nicht. Wer ohne gründliche Analyse startet, erlebt häufig böse Überraschungen: versteckte Abhängigkeiten, Dateninkonsistenzen, technische Altlasten oder Sicherheitslücken, die erst kurz vor Go-Live sichtbar werden. 

Ein typisches Muster aus Projekten: 

  • Anforderungen an „Cloud-Kompatibilität“ sind zu vage formuliert 

  • Späte Änderungswünsche verzögern den Zeitplan 

  • Auswirkungen auf Schnittstellen, Security und Betrieb werden unterschätzt  

Die Folge: Nacharbeiten, verschobene Meilensteine und steigende Kosten. Bewährt haben sich unter anderem folgende Maßnahmen: 

  • klare Definition von „cloud-ready“ (u. a. Security, Monitoring, Betrieb, Daten) 

  • Proof-of-Concepts für kritische Integrationen, um Annahmen frühzeitig zu überprüfen 

  • kurzer Change-Freeze vor Go-Live, um Stabilität sicherzustellen 

  • Impact-Checks für alle Schnittstellen und beteiligten Teams 

  • stufenweiser Rollout statt Big Bang, um Risiken zu verteilen 

3. Teams sind nicht vorbereitet 

Cloud-Migration scheitert selten an der Technologie allein. Häufig sind es Organisation und Kommunikation, die den Ausschlag geben. 

Wenn Mitarbeitende nicht frühzeitig eingebunden und qualifiziert werden, entsteht Unsicherheit: Wer übernimmt später den Betrieb? Welche Kompetenzen werden benötigt? Welche Aufgaben entfallen, welche kommen hinzu? 

Erfolg entsteht dort, wo alle Beteiligten verstehen: Die Cloud ist kein reines IT-Projekt, sondern ein Veränderungsprozess für das gesamte Unternehmen. 

Wichtige Bausteine sind daher: 

  • ein klares Zielbild für Organisation und Verantwortlichkeiten 

  • Schulungs- und Enablement-Konzepte für die beteiligten Teams 

  • transparente Kommunikation über Erwartungen, Rollen und Spielregeln 

4. Kosten werden vergessen

Das nutzungsbasierte Abrechnungsmodell der Cloud schafft Transparenz und Flexibilität, kann aber ohne Steuerung schnell zu unerwarteten Kosten führen. Häufig fehlen Mechanismen, um Nutzung und Ausgaben systematisch zu überwachen und zu optimieren. Pay-as-you-go wird dann schnell zu “Pay-and-forget" 

Die Lösung: Ein strukturierter FinOps-Ansatz verbindet IT, Fachbereiche und Finance. Das umfasst mehrere Leitlinien: 

  • Budgets und Kostenstellen klar zuordnen 

  • Nutzung regelmäßig auszuwerten und optimieren 

  • Reservierungen, Skalierungsoptionen und Abschaltregeln gezielt nutzen 

  • den Return on Investment der Cloud-Initiative messbar machen 

Ohne diese Steuerung verliert die Cloud schnell ihren wirtschaftlichen Vorteil. 

5. Der Zeitplan ist zu eng

Je komplexer und anspruchsvoller ein Projekt ist, desto mehr unvorhersehbare Komplikationen drohen.  Verzögerungen entstehen in unterschiedlichsten Zusammenhängen, etwa wenn Legacy-Systeme im Einsatz sind. Damit hintenraus genug Zeit für die nötige Sorgfalt bleibt, gilt deshalb: Zeitpuffer oder Managementreserve einbauen.

Fazit: Cloud-Migration als Transformationsprozess verstehen 

Cloud-Migration ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Transformationsprozess. Erfolgreich ist er dann, wenn Technik, Organisation und Geschäftsziele zusammenpassen.  TRUSTEQ unterstützt Unternehmen dabei, genau diese Dimensionen zusammenzuführen – von der Strategie über die Planung und Umsetzung der Migration bis hin zum sicheren Betrieb in der Cloud. 

Kay Berkemeier

Senior Cloud Engineer

Sie möchten prüfen, wie gut Ihre Cloud-Migration vorbereitet ist, oder stehen bereits vor konkreten Herausforderungen? 

Unsere Expert:innen entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen strukturierten Fahrplan und helfen dabei, Risiken zu reduzieren und den Nutzen Ihrer Cloud-Initiative messbar zu machen. 
Nehmen Sie gerne Kontakt zu TRUSTEQ auf, um in einem unverbindlichen Gespräch Ihre Situation zu besprechen. 

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