Die Analogie beschreibt dabei kein Versehen der Technikgeschichte, sondern eine Bewegung entlang zweier Achsen: zentral oder verteilt, knapp oder elastisch.
Auch die Abrechnungslogik wiederholt sich. Mainframe-Software wird bis heute weitgehend nach verbrauchter Kapazität lizenziert, gemessen in MSU beziehungsweise MIPS. Wie bei der Token-Abrechnung entsteht die Rechnung damit nicht dort, wo Geschäftswert entsteht, sondern dort, wo technische Details entscheiden. Bezeichnenderweise bewegt sich IBM mit „Tailored Fit Pricing" selbst weiter auf verbrauchsbasierte Modelle zu – die beiden Welten konvergieren.
Ein Unterschied bleibt, und er ist entscheidend: Der Mainframe wurde teurer, weil ein Hersteller die Abhängigkeit seiner Kunden ausnutzen konnte. Auf Modellebene herrscht dagegen scharfer Wettbewerb, und für ein festes Leistungsniveau ist der Preis dramatisch gefallen – laut Stanford HAI von 20 USD je Million Token im November 2022 auf 0,07 USD im Oktober 2024. Die Knappheit sitzt heute eine Ebene tiefer: bei GPUs, Rechenzentren und Energie. Dort bremsen lange Vorlaufzeiten den Ausbau, während die Anbieter ihre frühen Subventionen auslaufen lassen.
Für Zugriff und Abrechnungslogik trägt der Vergleich also. Daraus folgt: Metrierter Verbrauch lässt sich nicht über den Einkaufspreis kontrollieren, sondern nur über Architektur, Transparenz und messbaren Erfolg.